Bird Elektroroller – was ist das und wie funktioniert es?

0
277

Das Unternehmen Bird stellt Elektroroller zur Verfügung. Es handelt sich dabei um Gefährte die aussehen wie Tretroller aber einen Elektromotor besitzen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 Stunden Kilometer. Es ist ein ähnliches Prinzip wie die diversen Stadträder. Man sucht einen Roller, mietet diesen über eine App und fährt los.

Mittlerweile gibt es den Bird Elektroroller Dienst in über 100 Städten in Nord Amerika und Europa. Mehr als 10 Millionen Fahrten wurden im ersten Jahr gebucht. Wie funktioniert das?

Die Nutzer installieren die Bird App auf ihrem Smartphone. Diese gibt es hier für das iPhone und hier für Android. Auf dieser App werden alle verfügbaren Roller in der Nähe angezeigt. Die App leitet einen dann per GPS und Karten Tool zu einem der Roller. Vor Fahrtbeginn gibt der Benutzer die Zahlung-Informationen an. Auf dem Roller ist ein QR-Code angebracht. Dieses scannt der Nutzer. Danach kann die Reise losgehen. Um die Fahrt zu beenden, parkt der Benutzer den Roller und beendet die Fahrt durch die App. Der Fahrpreis wird sofort von der Kreditkarte des Nutzers abgebucht. Bei auftretenden Problemen kann der Nutzer dies mittels App an Bird melden.

Sämtliche Bird Roller sind mit GPS ausgestattet. Die Roller werden abends eingesammelt und über Nacht geladen. In den meisten Städten ist das Leihen zwischen 7:00 Uhr morgens und 22:00 Uhr abends möglich.


Bird nutzt Roller des Typs Xiaomi M365 am und Ninebot ES2. Diese beiden Roller kann man übrigens sehr günstig über Amazon erwerben. Desweiteren haben sie ihren eigenen Roller entwickelt den Bird Zero.


Bisher sieht es so aus, zumindest in den Städten in denen Bird bereits vertreten ist, dass es keine festen Rollerstationen gibt.

Man kann den Roller abstellen, wo man möchte. Dieses führt in einigen Städten zu Problemen. Einfaches Beispiel, es findet ein Fußballspiel statt.




Nehmen wir mal den FC St. Pauli. Der ist ein gutes Beispiel. Das Stadion des Vereines befindet sich mitten in der Stadt. Nun stellen wir uns mal vor von den 30.000 Zuschauern möchten 2000 mit dem Roller zum Stadion fahren. Es würden schlagartig 2000 Roller in der Gegend rumstehen. Wie das aussieht, kann man sich vorstellen. Unter Sicherheitsaspekten ist dies ebenfalls kritisch. Aber es reicht schon aus wenn auf einer Privatparty 20 oder 30 Leute mit dem Roller ankommen und die alle vor dem Haus abstellen. Das ist einer der Gründe warum sich viele Einwohner, in den Städten in denen diese Roller verkehren, dagegen wehren.

Weiterer Kritikpunkt ist der relativ hohen Preis. Es kostet einen Euro, wenn man einen Roller aufschließt. Die Fahrt kostet 0,15 € pro Minute. D. h. wenn man 10 Minuten unterwegs ist, hat man 2,50 € bezahlt. Bird verteidigt den Preis mit den sehr hohen Kosten die sie haben. Das Einkaufen der Roller, das einsammeln der Roller, jede Nacht sowie das Aufladen verschlingt einfach sehr viel Geld.

Da Elektroroller im Sommer bei uns eingeführt werden sollen ist es zumindest spannend sich mit diesem Unternehmen zu beschäftigen. Was genau ich von diesen Rollern halte, wie ich die Risiken und Chancen einschätzt, habe ich in diesen Artikel mal beschrieben.

Kurzer Hinweis noch, Bird ist ein sehr spannendes Unternehmen. Der Mensch allerdings, der den Wikipedia Artikel über Bird geschrieben hat, scheint von Elektromobilität nicht viel zu halten. Wenn ein Unternehmen wie Bird, auf so vielen Märkten und Städten präsent ist, ein neues Mikrotransportsystem vorantreibt, sollte einen Wikipedia Artikel gegebenenfalls nicht zu zwei Dritteln aus boulevardesken Erzählungen von Menschen handeln, die Roller in irgendwelche Flüsse werfen.

Markus

Kommunikationsberater bei Dreiknopfmedia
Nerd, Kaufmann, Geek, Soziologe, Vater, Entwickler, Musiker, Eisliebhaber, Programmierer, Designer, Fussballverrückt, Kommunikator, Gründer, Radfahrer, Unternehmer, Popcorn
Markus

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei